
Projektübersicht
Das Projekt ist als Power-to-Liquid (PtL)-Anlage im industriellen Maßstab zur Produktion von electro-Sustainable Aviation Fuel (eSAF) konzipiert. Es wird synthetische Flugkraftstoffe liefern und damit dazu beitragen, die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Flugkraftstoffen in Deutschland und in ganz Europa zu decken.
Das Projekt zählt zu den wichtigsten Dekarbonisierungsprojekten Deutschlands: dem Bau der bislang größten Industrieanlage zur Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen (e-SAF) in Deutschland. Es unterstützt die ReFuelEU Aviation-Verordnung, die ab 2030 eine e-SAF-Beimischquote von 1,2 Prozent vorschreibt, sowie die Klimaziele der EU: eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 % bis 2030 und Klimaneutralität bis 2050.
Projekt in Zahlen
~30mt/a
eSAF Produktions-
kapazität pro Jahr
17kt/a
Grüner Wasserstoff
pro Jahr
~ 350 Mio €
Öffentliche
Förderung
2030
Geplanter
Produktionsstart
25%
Abdeckung der Deutschen eSAF-Beimischquote
>90%
CO₂-Einsparung im Vergleich zu fossilem Kersosin
>€500M
Gesamt-
investition
1.500
Arbeitsplätze in der
Bauphase
150
Arbeitsplätze im
Betrieb
Eine Power-to-Liquid Anlage für strombasiertes Kerosin
Warum Schwedt?
Schwedt bietet eine starke Kombination aus bestehender Raffinerie-Infrastruktur, Potenzial für Erneuerbare Energien, CO₂-Verfügbarkeit und künftiger Wasserstoffanbindung. Der Standort eignet sich besonders gut für die Power-to-Liquid-Produktion, da die Anlage auf dem Gelände der PCK-Raffinerie entsteht und damit von etablierter industrieller Infrastruktur, Logistik, Versorgungseinrichtungen und Fachwissen aus dem Energiesektor profitieren kann.
Weitere Standortvorteile:
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Zugang zu biogenem CO₂ aus lokalen Industriequellen, unter anderem von LEIPA
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Starkes regionales Potenzial für erneuerbare Energien aus Wind und Solar-PV
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Bestehende Raffinerie- und Industrieinfrastruktur am PCK-Standort
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Geplante Einbindung in das deutsche Wasserstoffkernnetz
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Qualifizierte industrielle Fachkräfte und etabliertes Energie-Know-how
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Nähe zu bedeutenden Logistik- und Luftfahrtdrehkreuzen, darunter der Flughafen Berlin Brandenburg, Hamburg und Leipzig/DHL
Zusammen machen diese Faktoren Schwedt zu einem strategischen Standort für den Aufbau einer neuen industriellen Wertschöpfungskette rund um E-Fuels und Wasserstoff.
Vom grünen Strom zum klimaneutraler Flugkraftstoff
Brandenburg eSAF nutzt das Power-to-Liquid-Verfahre (PtL), um aus grünem Wasserstoff und biogenem CO₂ klimaneutrale Flugkraftstoffe herzustellen. Im Kern steht die G2L™ eFuels-Technologie und, die eREACT™-Technologie von Topsoe kombiniert mit Sasols Fischer-Tropsch-Synthese. Die Gesamtkohlenstoffeffizienz liegt bei über 95%. Der grüne Wasserstoff wird überwiegend über das H₂-Kernnetz (FLOW-Pipeline) bezogen, ergänzt durch eine On-Site-Elektrolyse. Das biogene CO₂ liefert die LEIPA Georg Leinfelder GmbH, ein Papierhersteller direkt am Standort Schwedt.

Das Power-to-Liquid Verfahren erklärt: von erneuerbar produziertem Strom zu eSAF
Erneuerbar produzierter Strom + Wasser = grüner Wasserstoff
Wind- und Solarenergie werden in einer Elektrolyseeinheit genutzt, um Wasser in grünen Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Grüner Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die eSAF-Produktion.
Biogenes CO₂ + Grüner Wasserstoff = Syngas
Nachhaltiges CO₂ aus biogenen Quellen wird mit grünem Wasserstoff kombiniert, um mittels effizienter elektrisch beheizter Technologie Synthesegas herzustellen.
Fischer-Tropsch Synthese >> Syncrude
Im Fischer-Tropsch-Reaktor wird das Synthesegas (Syngas) in einem seit Jahrzehnten industriell etablierten Verfahren zu Syncrude umgewandelt – der Vorstufe des späteren Flugkraftstoffs.
Hydroprocessing >> eSAF / eKerosene
Die synthetischen Kohlenwasserstoffe werden im Hydroprocessing-Verfahren weiterveredelt, um zertifiziertes eSAF/eKerosin herzustellen, das mit bestehenden Flugzeugen und der bestehenden Kraftstoffinfrastruktur kompatibel ist. Das in Schwedt produzierte eSAF wird eine ASTM- und RFNBO-Zertifizierung anstreben, um alle technischen und regulatorischen Anforderungen für die Distribution an europäischen Flughäfen zu erfüllen.
Verlässliche Anbindung
Die geplante Einbindung in das deutsche Wasserstoffkernnetz sorgt für verlässliche Anbindung, Versorgungssicherheit und Skalierbarkeit.

Das Projekt Brandenburg eSAF fundiert auf Zusammenarbeit. Um eSAF im industriellen Maßstab zu liefern, ist ein vernetztes Ökosystem erforderlich, das Folgendes umfasst:
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Erzeugung von erneuerbar produziertem Strom
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Produktion von grünem Wasserstoff
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Zuverlässige CO₂-Versorgung
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Industrieflächen und -infrastruktur
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Ingenieurskompetenz und Erfahrung im Bau komplexer Kraftstoffproduktionsanlagen
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Transport- und Logistikanbindung
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Marktzugang und Abstimmung mit dem Luftfahrtsektor
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Politische Rahmenbedingungen und Investitionsförderung
Starke Partner für eSAF im industriellen Maßstab
Projektentwickler

Öffentliche Förderung

Technologiepartner

Industrial and Regional Partners

Execution Partners

Projektmeilensteine
Das Projekt Brandenburg eSAF durchläuft wichtige Meilensteine in Entwicklung, Genehmigung, Investition, Bau und Produktion auf dem Weg zur eSAF-Produktion im industriellen Maßstab in Schwedt.
BeSAF Solutions GmbH
Gut Dauerthal 3
17291 Dauerthal
Geschäftsführung: Eva-Maria Dichtl, Jan Toschka








